Mittwoch, 11. Februar 2015

[Lexikon] Keynesianismus

Was ist der Keynesianismus? 
Hier einmal kurz erklärt und (hoffentlich) verständlich, was Keynes Theorie im groben besagt.

Fangen wir an, zu erst einmal müssen wir ein paar grundlegende Wörter als definiert vorausetzen:
Nachfrageorientierte Theorie, Angebotsorientierte Theorie, Konjunktur, 



So, haben wir das, jetzt geht es wirklich los:

Keynes geht im Gegensatz zu anderen Theoretikern davon aus, das ein Staat zwar Kredite aufnehmen darf, aber nur wenn er diese auch zurück zahlen kann. 
Wann darf ein Staat nun Schulden auf nehmen? Keynes sagt, das ein Staat immer in einer Rezession Schulden aufnehmen darf, also dann wenn es der Wirtschaft des Landes schlecht geht und sie eine Finanzspritze brauch, um sich wieder zu erholen. Da die Konjunktur ein Zyklus ist, gibt es irgendwann wieder einen Anstieg, aber dies kann lange dauern. Man spricht hier gewöhnlich von einer V-, U- oder Wannen-Rezession, in ein paar seltenen Fällen hört man auch von einer W-Rezession.
Keynes spricht sich hier für das Nachhelfen in Form von Krediten und Erhöhung von Sozialabgaben aus, um die Kaufkraft der Bevölkerung wieder zu erhöhen und die Rezession zu bekämpfen.




Doch nun steigt die Wirtschaftskraft und die Rezession ist besiegt, aber der Staat hat Schulden, was empfiehlt der Keynes denn dagegen? 
Ganz einfach, er möchte nun, das der Staat die Sozialausgaben kürzt und die Steuern erhöht, um mit den Mehreinnahmen Schuldenabbau zu betreiben.
Sollte dem Staat dann wieder eine schlechte Zeit bevorstehen, hat er sich entweder etwas Geld angespart, oder er kann wieder Kredite aufnehmen, um die Wirtschaft zu fördern.


Diese Theorie hatte ihre Höchstphase vom zweiten Weltkrieg bis weit in die 1970er hinein, doch welche Gefahren birkt die Theorie bzw. warum wird sie nicht mehr so stark angewendet.
Der Keynesianismus ist eine antizyklische Geldpolitik.

Die erste Gefahr liegt ganz einfach darin, das ich die Konjunkturphasen nicht genau vorhersehen lassen und dass das eingesetzte Geld auch erst etwas zeitversetzt zu Reaktionen führt.

Die zweite Gefahr liegt vielleicht im starken einmischen des Staates in die (freie) Wirtschaft und durch die Unterstützung den Markt zu star werden lassen.

Die dritte Gefahr liegt bei denen, die diese Theorie ausführen, denn man muss die Theorie befolgen, damit sie funktioniert. Das heißt, mann muss die Schulden und Sozialetat abbauen, wenn es dem Staat gut geht und man muss auch die Steuern senken, wenn es der Wirtschaft schlecht geht.

Doch leider sind es vor allem die sozialen Parteien (SPD, Grüne und Linke, in Teilen auch die CDU), die behaupten nach Keynes zu handeln, doch während sich der Sozialetat erhöht erhöhen sich auch die Steuern, dies ist aber im Keynesianismus nicht möglich, denn entweder mir geht es schlecht, dann muss ich die Ausgaben erhöhen und die Einnahmem verringern, oder ich muss die Ausgaben verringern, während ich die Ausgaben erhöhe, um die Schulden abzubauen.




Eigene Meinung:
Zudem sieht man an der aktuellen Lage, das unsere Schulden immer weiter steigen, also muss es uns (nach Keynes) schlecht gehen, da wir seit Jahren Schulden machen, muss es uns seit Jahren schlecht gehen (was aber laut den Regeln der normalen Konjunktur nicht möglich ist, denn ein Kunjunkturzyklus dauert nur zwischen 4-8 Jahren und nicht 40), und nicht nur das, uns geht es sogar so schlecht, dass unsere Wirtschaft nicht nur gefördert werden muss, sondern auch gleichzeit auch mehr Steuern zahlen muss, da sie wir gerade auf einem Hochpunkt der Kojunktur sind.... .hääää.... 

 Man muss ja nicht mit der Theorie von Keynes übereinstimmen, aber man kann nicht behaupten sie anzuwenden, wenn man sie nicht versteht, bzw. nicht anwendet.
Aber was tut man nicht alles als Regierung, bloß keine Wählerstimmen verlieren, nur weil man den Sozialetat kürzt wen es einem gut geht..... Stimmt, denn dass würde Sinn machen, aber der doofe Wähler würde nicht verstehen, dass man für den Schuldenabbau Kompromisse machen muss, und erklären wäre zu schwer, da ist dem Wähler das Geld lieber..... Aber aber liebe Parteien, man soll doch nicht von sich auf andere schließen -.-


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